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Sankt Michael, Leipziger Straße

st_michael_150.jpg     Eigentlich sollte da, wo heute Pappeln auf der Wiese fast den Himmel berühren, die Kirche St. Michael stehen. Der Bau fällt 1930 der Rezession zum Opfer. Das Gemeindehaus immerhin besteht seit 1929, entstanden nach den Plänen des Architekten Ernst Hermann Scheibe im Stil des vom Bauhaus initiierten Neuen Bauens auf Betreiben der Ambrosiusgemeinde.

 

Baugeschichte

Eigentlich sollte da, wo heute Pappeln auf der Wiese fast den Himmel berühren, die Kirche St. Michael stehen. Der Bau fällt 1930 der Rezession zum Opfer. Das Gemeindehaus immerhin besteht seit 1929, entstanden nach den Plänen des Architekten Ernst Hermann Scheibe im Stil des vom Bauhaus initiierten Neuen Bauens auf Betreiben der Ambrosiusgemeinde. In diesem Stil sollte auch die Kirche erbaut werden. Um den Gemeindegliedern lange Wege zum Gottesdienst zu ersparen, sollte die südliche Region der Ambrosiusgemeinde ein eigenes Gemeindezentrum erhalten.


1953 wird die St. Michael-Gemeinde selbstständig. Da aus dem Bau der Kirche nichts wurde, dient der Gemeindesaal als Gottesdienstraum. 1957 wird eine Orgel hier installiert. Den Zweiten Weltkrieg übersteht das Gemeindehaus unbeschadet. Der Gemeindesaal ist deshalb nach dem Krieg einer der wenigen großen, für Veranstaltungen geeigneten Räume in der Stadt für zahlreiche Konzerte, Kino-und sonstige Abende. Weil der Dom noch unter den Kriegsschäden leidet, wird 1955 auch D. J. Jähnicke als Bischof der Kirchenprovinz Sachsen im Gemeindehaus St. Michael in sein Amt eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird im Gemeindehaus ein evangelischer Kindergarten eingerichtet.

 



Der heilige Michael

Im Buch Daniel (Altes Testament) tritt St. Michael im zwölften Kapitel des Buches als Engel Israels in Erscheinung. Im Neuen Testament gilt er als der Bekämpfer des Teufels und des Höllendrachens (Offenbarung des Johannes, Kapitel 12, Vers 17).

 

Er wird als der Führer und Bannerträger der himmlischen Heerscharen, als Vertrauter Gottes und Fürsprecher der Menschen bei Gott angesehen. Als Engel der Gerechtigkeit und Gnade geleitet der die Seelen der Verstorbenen in den Himmel vor das Gericht Gottes. Der Michaelistag (29. September) hat in verschiedenen Landschaften die Bedeutung von Sommerende und Ernteschluss. Die Feier des Michealistages ist im Laufe der Zeiten mit der Kirchweih verschmolzen. Bei den Ernteschmausfesten am Niederrhein und in England wird die Michaelis ganz verzehrt. In Süddeutschland heißt sie die Lichtganz - weil am Michaelistag die Arbeit bei Licht beginnt.