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Die Orgel der St. Ambrosiuskirche

Die Orgel der St. Ambrosiuskirche wurde ursprünglich 1879 von der Firma W. Sauer aus Frankfurt/Oder als 2-manualige mechanische Kegelladenorgel mit dem damals typischen romanischen Klangbild erbaut.

1927 wurde sie durch die Firma Rühlmann aus Zörbig verändert. Man baute einen neuen Spieltisch, vermutlich auch neue Kegelladen mit pneumatischer Ton- und Registertraktur.


Im II. Manual wurde sie um drei Register erweitert. Ansonsten aber beließ man das komplette Pfeifenwerk von Sauer. 1959 wurde die Orgel noch einmal erheblich verändert, diesmal durch die Firma Eule aus Bautzen. Der Tonumfang des Pedals wurde um 3 Töne erweitert und 4 Pedalregister kamen hinzu. Auch das Oberwerk wurde dem nun vorherrschenden neobarocken Klangideal angepasst und mit obertonreichen Registern versehen.

 

In den 70-iger Jahren wurden noch einmal 3 Zungenregister von der Firma Giesecke aus Göttingen hinzugefügt. Der ursprünglich mit neogotischen Spitzen versehene Orgelprospekt wurde durch das kirchliche Bauamt neu gestaltet. Ein einfacher Prospekt mit 5 Flachfeldern entstand. Er enthält die mit bester Silberbronze behandelten Zinkpfeifen. So erschließt sich uns dieses Orgelwerk als ein Instrument, an dem in einem Zeitraum von 130 Jahren die jeweilige Zeitepoche ihre Spuren hinterlassen hat. Obwohl sie keinen Denkmalwert besitzt, dürfte diese Orgel gerade in dieser Form interessant sein für Musikhistoriker und Fachleute des Orgelbaus. Wertvoll ist vor allem auch der Pfeifenstand. Wie ein Gutachten aus dem Jahr 1959 uns bestätigt, sind alle Pfeifen aus bestem Material und ausgezeichnet konstruiert. Dem Organisten bietet sich die Möglichkeit, Musik verschiedener Stilepochen darzustellen.

Im Sommer finden hier regelmäßig Orgelmusiken statt. Außerdem nutzt die Ambrosiusgemeinde die Orgel für ihre Gottesdienste.

 

Im Jahr 2010 gab es Restaurierungsarbeiten im Umfang von 46.000 €. Mit großzügiger Unterstützung vieler Spender sowie des Kirchenkreises Magdeburg und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland konnten durch die Firma Dutksche / Salzwedel dringend notwendige Reparaturen durchgeführt werden.

 

Die Disposition der Sauerorgel der St. Ambrosiuskirche / Magdeburg

 

1. Manual 2.Manual Pedal
Prinzipal 8’ Pommer 16’ Violonbass 16’
Rohrgedackt 8’ Quintade 8’ Subbass 16’
Oktave 4’ Gedackt 8’ Oktavbass 8’
Rohrflöte 4’ Prinzipal 4’ Rohrflöte 4’
Quinte 2 2/3’ Flöte 4’ Gedacktbass 8’
Oktave 2’ Oktave 2’ Choralbass 4’
Blockflöte 2’ Quinte 1 1/3’ Nachthorn 2’
Terz 1 3/5’ Oktave 1’ Rauschwerk 4-fach
Mixtur 4-fach Sesquialter  
Zymbel 3-fach   Posaune 16’
Trompete 8’ Scharff 3-4fach Trompete 8’
  Krummhorn 8’  


Koppeln: II/I ; I/P; II/P
Freie Kombinationen: 1, 2
3 freie einstellbare Gruppen: A,B,C,O
Walze
Pedaltutti
Walze ‚ab’
Rohrwerk ‚ab’



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